Die Wartburgstadt Eisenach

Seit der Gründung der Stadt im 12. Jahrhundert wird in Eisenach ein unverwechselbares Stück deutscher Geschichte und Kultur geschrieben. Die Namen weltberühmter Persönlichkeiten sind mit der Stadt am Fuße der Wartburg verbunden. Eisenach ist außerdem stolz auf seine mehr als 100-jährige Tradition im Automobilbau.

Martin Luther übersetze auf der Wartburg das Neue Testament, die Heilige Elisabeth wirkte sehr karitativ, es ist die Geburtsstadt von Johann Sebastian Bach, Johann Wolfgang von Goethe verweilte oft in Eisenach und der Dichter Fritz Reuter genoss seinen Lebensabend hier.

Die Stadt ist in eine reizvolle harmonische Umgebung gebettet, ein wahres Paradies für Wanderer und Naturliebhaber und idealer Ausgangspunkt für Ausflüge nach Gotha, Erfurt und Weimar.

Hier beginnt der Rennsteig, wohl der bekannteste Wanderweg des Thüringer Waldes.

Wartburg

Die Wartburg, das Wahrzeichen Eisenachs, diente einst Martin Luther als Unterschlupf.

„Wart’ Berg, du sollst mir eine Burg werden!“

Dies soll Graf Ludwig der Springer der Legende nach gesagt haben und gründete die so ähnlich lautende Wartburg im Jahre 1067.

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Seither ist die Wartburg Schauplatz für historische Ereignisse wie der Sängerkrieg, die Elisabethlegende oder das Wartburgfest der Burschenschaften. Das bedeutendste Ereignis war der unfreiwillige Aufenthalt Martin Luthers – vom Kaiser geächtet und vom Papst gebannt. Während seiner Schutzhaft übersetzte Luther das Neue Testament vom griechischen Urtext ins Deutsche.

Im Dezember 1999 wurde die Wartburg von der UNESCO in die Liste des Welterbes der Menschheit aufgenommen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.wartburg-eisenach.de

Das Lutherhaus

Das Lutherhaus ist eines der ältesten erhaltenen Fachwerkhäuser Eisenachs.

Martin Luther, der berühmte Reformator des 16. Jahrhunderts, wohnte während seiner Schulzeit in der Lateinschule im Haus der Familie Cotta, das heute als Lutherhaus bekannt ist.
1898 eröffnete der damalige Besitzer des Hauses eine Gaststätte, den "Lutherkeller", und als besondere Attraktion wurden die zwei Lutherstübchen ebenfalls für Besichtigungen freigegeben.

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Seit 1956 ist es eine offizielle Gedänkstätte für Martin Luther und seit 1996 befindte sich darin eine Dauerausstellung, in der die Betreiber versuchen, ein Verständnis für die Vorgehensweise und die Reformation an sich zu vermitteln.
Ebenfalls befindet sich eine Ausstellung des evangenlischen Pfarrhausarchievs im Obergeschoss des Hauses.

Lutherhaus Eisenach
Lutherplatz 8
99817 Eisenach

Telefon: 0 36 91 - 2 98 30
Fax: 0 36 91 - 29 83 31

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.lutherhaus-eisenach.de

Das Bachhaus

Das Bachhaus in Eisenach ist das weltweit erste Museum, welches Johann Sebastian Bach gewidmete wurde.

Das erste und somit älteste Museum für Johann Sebastian Bach befindet sich hier in Eisenach.

Schon seit 1907 befindet sich in dem alten Fachwerkhaus am Frauenplan das von der „Neuen Bachgesellschaft“ gegründete Museum zum Gedenken an J. S. Bach.
Es zeigt eine Musikinstrumentensammlung aus der Zeit Bachs und bietet einige interessante Einblicke

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in die damaligen Lebensverhältnisse und -weisen um 1700. Natürlich bekommen Sie auch einen Eindruck über das Leben und das Werk des berühmten Komponisten, der erst in der Vergessenheit versunken ist und durch andere Musiker wieder zum Leben erweckt wurde.

Sie können auch die Skulptur des berühmten Virtuosen und seit 2007 das „Café Kantate“ besuchen und bestaunen.

Weiter Informationen erhalten Sie unter:
www.bachhaus.de

Reuter-Wagner-Museum

Fritz Reuter, der große niederdeutsche Dichter, verbrachte in Eisenach seinen Lebensabend.

Ein Gebäude, zwei bedeutende Personen.

Fritz Reuter, der große niederdeutsche Dichter, hat sich seine Villa im Stil der Neorenaissance in den Jahren 1866–1868 erbauen lassen und hier in Eisenach seinen Lebensabend verbracht. 1895 kaufte die Stadt Eisenach die Villa, nachdem diese laut Testament der Reuters der Schiller-Stiftung zugefallen war.

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Im gleichen Jahr erwarb die Stadt Eisenach die Wagner Sammlung Oesterleins, der schon zu Wagners Lebzeiten mit großer Energie Bilder und Büsten, Briefe und Schriften, Theaterzettel und eine umfangreiche Bibliothek mit etwa 5000 Bänden zusammentrug. Die Sammlung wurde in der Villa Fritz Reuters untergebracht und 1897 der Öffentlichkeit als Reuter-Wagner-Museum übergeben.

Reuter-Wagner-Museum
Reuterweg 2
99817 Eisenach

Telefon: 0 36 91 – 74 32 93
Telefax: 0 36 91 – 74 32 94

Die Wandelhalle

Ein Stück Geschichte am Rande des Kartausgartens erleben. Dort wurde die Wandelhalle Beginn des 19. Jahrhunderts erbaut.

Sie stellt eine passende Ergänzung zum Parkerlebnis dar, da es sich um eine offene Halle mit Musikpavillon handelt. Die erste Eröffnung fand 1906 statt. Doch auch hier gingen die Ereignisse des letzten Jahrhunderts nicht spurlos vorbei und die Halle stand kurz vor dem Abriss. 2001 wurde die „Stiftung Wandelhalle“ gegründet, die sich seit dem um den Erhalt kümmert. 2004 fand eine Sanierung der Anlage statt.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.wandelhalle-eisenach.de

Das Burschenschaftsdenkmal

Ein fast unbeschädigtes Relikt aus früheren Zeiten. Dies ist ein Denkmal für alle Verbindungsstudenten.

Insbesondere der Burschenschaften, die an der Einigung Deutschlands 1871 mitgewirkt haben. Das Gebäude ist 33 m hoch und hatte eine Bauzeit von zwei Jahren. Am 22. Mai 1902 ist es eingeweiht worden. Der Bau besteht aus Muschelkalk und trägt das Motto "EHRE, FREIHEIT, VATERLAND". Den Eingang schmückt eine Gravur "Dem Geeinten Vaterlande". Im Inneren befindet sich ein Deckengemälde, das die Götterdämmerung darstellt. Es ist eine Kampfszene des germanischen Göttergeschlechts der Asen gegen die Mächte der Finsternis.

Das Südviertel

Ein Gebiet, nicht nur für Architekturbegeisterte, mit einem unverwechselbarem Flair. Eines der größten zusammenhängenden und teils denkmalgeschützen Villenviertel Deutschlands findet man im Süden Eisenachs.

Dieses erstreckt sich von der Predigerhöhe über das Mariental bis zur Gegend unterhalb der Wartburg. Faszinierend sind die vielen unterschiedlichen Architekturstile von Spätklassizismus bis Bauhaus, die diesem Gebiet einen besonderen Charme verleihen.

Einige bekannte Villen sind zum Beispiel: Reuter-Wagner-Museum, Rhododendronvilla, Film-Kleist-Villa

Überzeugen Sie sich gerne selbst von der Vielfalt und der Schönheit des Südviertels.

Nikolaitor und Nikolaikirche

Zeitzeugen längst vergangener Tage, die Eisenach geprägt haben. Die Nikolaikirche und das Nikolaitor wurden gegen 1170 gebaut.

Die Kirche wurde als eines der letzten im romantischen Stil erbauten Gebäude errichtet. Sie war für die Nonnen des Benediktinerklosters Pfarrkirche und Gotteshaus zugleich.
Gleich daneben befndet sich das einzigste erhaltene Stadttor Eisenachs, das Nikolaitor.

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In den früheren Jahrhunderten führte eine der bedeuten Handelsstraßen von Frankfurt/Main bis nach Krakau. Diese durchquerte das Tor und machte Eisenach zu der weltoffenen Stadt, die sie heute ist.
Durchschreiten Sie ein Tor der Zeit.

Stadtschloss und Thüringer Museum

Das Stadtschloss ist seit Anfang 1742 etappenweise entstanden. Seit 1931 beherbergt es u. a. das Thüringer Museum Eisenach.

Das Stadtschloss wurde von Herzog Ernst August von Sachsen-Anhalt 1742 in Aufrag gegeben und wurde bis 1751 errichtet.

Seit 1931 befindet sich das Thüringer Museum in den Räumen des Schlosses und zeigt dort eine Vielzahl an

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kunsthandwerklichen Sammlungen, wie zum Beispiel: Thüringer Porzellane, Fayence, Gläser, Grafik, Schmiedeeisen, Malerei der zweiten Hläfte des 19. Jahrhunderts, Vertreter des expressiven Realismus

Im bereits restaurierten Marstall finden wechselnde Ausstellungen zu den verschiedensten Themen statt.

Thüringer Museum, Schloss
Markt 24, 99817 Eisenach

Telefon: 0 36 91 – 67 04 50
Fax: 0 36 91 – 67 09 45

Die Predigerkirche

Der Bau zu Ehren der Landgräfin Elisabeth wird heute teilweise als Gymnasium genutzt.

Mit dem Bau der Predigerkirche wurde zu Ehren der Landgräfin Elisabeth kurz nach ihrer Heiligsprechung begonnen.
Als Zeitpunkt der Weihe, anlässlich der Fertigstellung des Chores kann das Jahr 1240 angenommen werden. Der Landgraf übergab den Bau den in Erfurt ansässigen Dominikanern und erteilte ihnen die Erlaubnis zum Bau eines Klosters.

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Die Predigerkirche wurde ohne Turm und Querhaus gebaut. Sie bestand innen aus einem saalartigen, einschiffigen Innenraum und einem hohen Chor im Osten, unter dem sich die dreischiffige, gewölbte Unterkirche befand. Die sich in südlicher Richtung an die Kirche anschließende Seitenkapelle stammt aus der Zeit um 1300. Ihre gewölbte Decke ist noch erhalten. Die Gebäude mit den Aufenthaltsräumen der Mönche umschlossen einen viereckigen Innenhof, an dessen Nordseite die Kirche stand. Reste des Kreuzganges sind an der Innenseite des südlichen Gebäudeteils noch zu sehen.

Nach der Reformation wurde die Predigerkirche als Lagerraum genutzt. Das Jahr 1899 gegründete Thüringer Museum baute sie als Ausstellungsraum für seine wertvolle Sammlung sakraler Schnitzplastik aus Thüringen um. Die erhaltenen Klostergebäude, in denen sich ab 1544 die Lateinschule befand, werden heute vom Luther-Gymnasium genutzt. Nach erfolgter Teilsanierung dient die Predigerkirche seit Sommer 1994 wieder als Ausstellungsraum. Aufwendig restaurierte Skulpturen, Altarzusammenhänge, Bildwerke, Grabmäler und liturgisches Gerät bieten in einer neuartigen Präsentation einen Überblick über die reiche Produktion in verschiedenen Regionen Thüringens seit dem 13. Jahrhundert. Heute enthält die Sammlung des Thüringer Museums den größten Bestand an mittelalterlicher Schnitzkunst, an Skulpturen und Altarzusammenhängen in Thüringen. Bildwerke, Grabmäler, liturgisches Gerät und eine der frühesten profanen Skulpturen des Mittelalters.

Predigerkirche
Predigerplatz
99817 Eisenach

Tel.: 03 6 91 – 78 46 78

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.predigerkirche.eisenachonline.de

"Automobile Welt" Eisenach

Das Museum zeigt die Geschichte des Automobilbaus in Eisenach von den Wurzeln bis in die Gegenwart. Ausstellungstücke sind von vielen in Eisenach gefertigten Modellen zu bestaunen.

Der Automobilbau begann mit der 1896 gegründeten Aktiengesellschaft „Fahrzeugfabrik Eisenach“ (FFE). Nach der Herstellung von Kriegsgerät und Fahrrädern erfolgte ab 1898 auch in Eisenach der Bau von Automobilen. Um den Entwicklungsvorsprung der anderen Automobilfirmen, „Daimler“ und „Benz“, so schnell wie möglich zu verringern, erwarb die „FFE“ in Frankreich die Lizenz zum Bau eines dort

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bereits bewährten „Motorwagen“. Neben 26 PKW Varianten produzierte man in der „FFE“ bis 1927 auch 17 verschiedene Ausführungen von Lastkraftwagen und Bussen mit dem Namen „DIXI“. Auf Grund des 1.Weltkrieges durften ab 1914 in Eisenach nur noch Heereslastwagen, Munitionswagen, Sanitätskraftwagen, Protzen, Feldgeschütze, Lafetten usw. hergestellt werden.

Der in England als „Austin Seven“ bekannte Kleinwagen wurde ab 1927 in abgewandelter Form (Linkslenkung) in Eisenach als „DIXI DA1“ produziert. Im November 1928 wurde die „DIXI Fahrzeugfabrik Eisenach“ durch die „BMW AG München“ übernommen. Mit Recht kann man diesen Augenblick als die Geburtsstunde der bis heute weltweit bekannten und beliebten „BMW Automobile“ bezeichnen.

Aufgrund des 2. Weltkrieges erfolgte ab 1941 zum zweitenmal die totale Umstellung der Produktion in Eisenach ausschließlich auf Kriegsgerät. So ist es auch nicht verwunderlich, dass als Ergebnis des 2. Weltkrieges das „BMW Werk Eisenach“ im Jahre 1945 zu 60 Prozent zerstört war. Trotzdem konnte bereits im November 1945 mit der Nachkriegsproduktion begonnen werden.

Nach der Übergabe des bis 1952 als sowjetische Aktiengesellschaft „AWTOWELO“ geführten Betriebes in Volkseigentum, erfolgte die Einführung eines neuen Firmenzeichens in Verbindung mit der neuen Firmenbezeichnung „VEB Automobilfabrik EMW Eisenach“.

Durch die immer größer werdenden Materialengpässe unterlag man dem Zwang, auch in Eisenach kleinere Autos mit weniger Materialeinsatz zu bauen. Von 1953 bis 1955 wurden deshalb in den „Eisenacher Motorenwerken“ erstmals Fahrzeuge mit 3-Zylinder/2-Takt-Motor und der Bezeichnung „IFA F9“ gefertigt.

Unter dem neuen Firmennamen „VEB Automobilwerk Eisenach (AWE) entstand im Dezember 1955 ein völlig neuer Fahrzeugtyp, der auch mit einem 3-Zylinder/2-Takt-Motor ausgerüstet war. Dieses, in elf Modellvarianten bis 1965 hergestellte Fahrzeug trug die Bezeichnung „Wartburg 311“ und wurde in 55 Länder exportiert. Der ab 1966 serienmäßig produzierte „Wartburg 353“ war nach wie vor mit einem 2-Takt-Motor ausgestattet. Mit dem Einbau eines in Lizenz gefertigten 4-Zylinder/4-Takt-Motors ab 1988 in den PKW „Wartburg“ wurde die Karosserie nur geringfügig geändert und die Typenbezeichnung lautete ab diesem Zeitpunkt „Wartburg 1.3“. Am 10. April 1991 verließ der letzte „Wartburg 1.3“ die nunmehr historischen Werkhallen des drittältesten Automobilwerkes in Deutschland.

Heute ist Eisenach Produktionsstätte für die Modelle „Astra“ und „Corsa“ der Adam Opel AG. Die Opel Eisenach GmbH gilt als eines der modernsten europäischen Automobilwerke und zählt mit seinen 2000 Mitarbeitern auch weltweit zu den produktivsten und innovativsten Fertigungsstätten.

Automobilbau-Museum
Rennbahn 6
99817 Eisenach

Tel.: 0 36 91 – 7 72 12

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.ame.eisenachonline.de

Hotel & Restaurant Glockenhof Grimmelgasse 4, 99817 Eisenach
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